Heiligenfiguren im Außenbereich
Nachdem die Franziskaner Marienthal übernommen hatten, waren sie natürlich bestrebt, dem Wallfahrtsort auch nach außen hin ein franziskanisches Gepräge zu geben. Deshalb entstand der Wunsch, den franziskanischen Heiligen in der Kirche und im Park einen gebührenden Platz einzuräumen. In der Kirche waren es die Kirchenfenster, die mit den Bildern der Ordensheiligen geschmückt wurden, der Park wurde ausgestattet mit einer Reihe von Statuen. Franziskus-Statue von 1897 1897 feierte Papst Leo XIIL, ein großer Franziskanerfreund, sein Drittordensjubiläum.
Sieben Freuden
Im Jahr 2007 ging man in Marienthal eine schon länger in der Diskussion stehende Idee an. Man kam zur Ansicht, auf dem Gelände die Stationen der Sieben Freuden Mariens aufzustellen. Denn zu den Sieben Schmerzen Mariens in der Franziskanischen sowie der Marienthaler Tradition gehören auch die Sieben Freuden Mariens. Aus demselben Empfinden heraus hatte vor Jahr zehnten Pater Lambert den 14 Leidensstationen des Kreuzweges die fünfzehnte Auferstehungsstation mit dem filigranen Mosaikbild angefügt.
Sieben Schmerzensmutter
Nachdem der Kreuzweg errichtet worden war, wollte man den Pilgern auch Gelegenheit geben, auf ihrer Wallfahrt der Leiden der Muttergottes zu gedenken. 1866 ließ deshalb der damalige Rektor Knie am Weg, der den Osthang hinauf zum Friedhof führt, die Stationen mit den Darstellungen der Sieben Schmerzen Mariens errichten. Wer der Künstler war, der die sehr gut gearbeiteten Stationenbilder schuf, ist nicht bekannt. Im Laufe der Jahrzehnte litten die Stationen aber unter der Witterung, der sie schutzlos ausgesetzt waren, so dass 1903 P. Gabriel Köhne sich entschloss, sie neu aufzubauen.
Kreuzweg und Lichtweg
Mit viel Eifer bemühten sich die Franziskaner in den vergangenen 153 Jahren stets um die Instandhaltung und den Ausbau der Wallfahrtsanlagen. Dazu gehören vor allem der Kreuzweg. Der Gedanke, in Marienthal einen großzügig angelegten Kreuzweg zu errichten, ging von Bischof Peter Josef Blum aus. Schon in dem Vertrag, den er mit dem Fürsten Metternich am 6. Oktober 1857 schloss, vereinbarte er die Überlassung des benötigten Baugrundes. Es war geplant, im Talgrund hinter der Kirche parkähnliche Anlagen entstehen zu lassen, und der Kreuzweg sollte diese Anlagen umschließen.
Der Pilgersaal
Am Fronleichnamstag, dem 10. Juni 1982, wurden die neu entstandenen Pilgerräume in einer kleinen Feierstunde eingeweiht und offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Mit der Errichtung der neuen Pilgerräume in den ehemaligen Stall- und Scheunengebäuden des Klosters ging ein jahrzehntelanger Wunsch in Erfüllung. Doch der Ruf und der Wunsch nach einer Pilgerhalle war auch damals schon nicht neu. Das beweisen Baupläne aus dem Jahr 1911, wonach die Ökonomiegebäude des Klosters zu Aufenthaltsräumen für die Pilger umgebaut werden sollten.
Josefskapelle
Der Vorraum zur jetzigen Sakristei war bis zum Umbau von 1951/52 die Josefskapelle. Eine Türe, also nicht der jetzige große Durchgang, der erst 1951 entstand, verband sie mit der Kirche. Ein Altar stand dort, wo jetzt der Eingang zur Sakristei ist. Der Altar war ausgestattet mit dem Steinbildwerk „Tod des hl. Josef", das den sterbenden hl. Josef mit Jesus und Maria darstellt. Geschaffen wurde die Gruppe von Bildhauer Rüller aus Münster und im Jahre 1896 erworben. Zuerst war geplant, für die Statue in den Wallfahrtsanlagen eine eigene Kapelle zu errichten. Das Bischöfliche Ordinariat hatte bereits die Erlaubnis dazu gegeben, doch änderte man den Plan und stellte die Figur im Raum neben dem Chor der Kirche auf.
