Ehrung für 53 Jahre im Dienst der Franziskaner
Am 3. Oktober 2026 jährte sich der 800. Todestag des Heiligen Franziskus von Assisi.
Im Rahmen dieses Feiertages erreichte den langjährigen Organisten und Vorsitzenden des
Fördervereins Kloster Marienthal eine besondere Auszeichnung. Die Deutsche Franziskanerprovinz hat Dr. Christopher Klein aus Dankbarkeit für seine langjährigen Verdienste um das Kloster Marienthal die Elisabeth-Medaille verliehen. Die Arbeit im Dienste des Ordens der Franziskaner endete für ihn mit dem Gottesdienst am 23. August 2026 nach 53 Jahren, 3 Monaten und 23 Tagen.
Alte Ansichtskarten vom Kloster Marienthal
Historischer Überblick vom Verein der Rheingauer Briefmarkenfreunde
In seinem Vortrag „Kloster Marienthal im Rheingau im Spiegel alter Ansichtskarten“ hatte Dr. Heinz-Dieter Molitor von den Rheingauer Briefmarkenfreunden am 6. Oktober 2008 einen interessanten Überblick geboten.
Die ersten Ansichtskarten von Kloster Marienthal sind aus dem Jahr 1896 erhalten geblieben. Möglicherweise gibt es auch ältere. Die Karten wurden von den Betreibern der Andenkenläden an die Pilger verkauft. Teilweise sind diese Betreiber auch auf den Karten vermerkt und firmieren dort als Verlag, so beispielsweise Philipp Krissel aus Stephanshausen oder Brunk aus Marienthal. Im Rheingau gab es zur damaligen Zeit zahlreiche Steindruckereien. Die ersten Ansichtskarten von Marienthal bis etwa 1901 wurden überwiegend von C.F. Kleebach in Eltville gedruckt, wobei weder die Person, noch die Druckerei anderweitig überliefert sind, wie Molitor recherchiert hat.
Zu Besuch an Kirchweih
Zufallsbegegnung mit zwei Vinzentiner-Patres
Man könnte es durchaus als gutes Omen werten, dass ausgerechnet am Tag der Kirchweih der Wallfahrtskirche Marienthal zwei Vinzentiner auf der Durchreise von Siegburg nach Berlin dem Wallfahrtsort am Dienstag dieser Woche einen Besuch abstatteten. Denn am 8. September 1330 war die Kirche von Bischof Balduin zu Trier erstmals geweiht worden. Aber auch zur Neueinweihung nach dem Wiederaufbau hat man den 8. September 1858 zur Wiedereinweihung gewählt. Denn es ist der Festtag „Mariä Geburt“.
HR-Bericht über Rheingau-Wallfahrt
Die Rheingau-Wallfahrt – früher auch als Bezirkswallfahrt bezeichnet - führt die Pfarreien Heilig Kreuz Rheingau und St. Peter und Paul Eltville mit den Gläubigen der angeschlossenen Kirchorte jährlich am ersten Sonntag im September zum Kloster Marienthal.

So auch in diesem Jahr, wobei die Wallfahrt unter neuen Vorzeichen stand. Denn am 15. August haben die Franziskaner, die 153 Jahre lang den Ort betreuten, das Kloster verlassen. Einzig Pater Quardian Paul Waldmüller war als Konzelebrant noch zugegen, als Weihbischof Dr. Thomas Löhr den Gläubigen auf dem Pilgerplatz noch einmal deutlich machte, dass trotz dieses Abschieds die Wallfahrt an diesem Ort weitergehe.
Eintragung ins Vereinsregister
Beim Amtsgericht Wiesbaden ist am 12. August 2026 auf dem Registerblatt VR 7777 die Eintragung des „Vereins der Freunde und Förderer des Wallfahrtsortes Marienthal im Rheingau e.V.“ erfolgt. Das wurde dem Verein mit Schreiben vom 25. August nun offiziell mitgeteilt.
Als vertretungsberechtigt eingetragen wurden Dr. Christopher Klein als Vorsitzender und Michael Gamisch als sein Stellvertreter.
Jetzt braucht der Verein noch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt. Den Freistellungsbescheid benötigt man auch gegenüber der Bank zur Kontoeröffnung. Dann kann die eigentliche Aufnahme der Arbeit erfolgen und die bereits 74 registrierten Mitglieder können offiziell aufgenommen werden.
Abschied vor großer Kulisse
Weihbischof Löhr predigt vor hunderten Pilgern in Marienthal
Am 15. August feiert die römisch-katholische Kirche das Hochfest Mariä Himmelfahrt bzw. Mariä Aufnahme in den Himmel. Auch für den Wallfahrtsort Marienthal ist das ein Hochfest. Diesmal stand der Tag aber unter besonderen Vorzeichen. Es galt nicht nur den Feiertag zu begehen, sondern gleichzeitig die Franziskaner zu verabschieden, die über 153 Jahre an diesem Ort die Wallfahrer betreut haben.
Häufige Fragen / FAQs:
Bleibt die Wallfahrtskirche geöffnet?
Ja. Die Wallfahrtskirche Marienthal bleibt als Wallfahrtsort erhalten. Aktuelle Informationen zu
Öffnungszeiten und Gottesdiensten finden Sie auf der Homepage der Pfarrei Heilig Kreuz Rheingau
oder auf unserer Homepage.
Finden weiterhin Gottesdienste statt?
Ja. Gottesdienste finden weiterhin statt. Informationen dazu finden Sie bei der Katholischen Pfarrei
Heilig Kreuz Rheingau sowie dem Termin-Kalender auf dieser Webseite.
Kann ich weiterhin nach Marienthal pilgern?
Ja, selbstverständlich. Marienthal bleibt auch künftig ein Wallfahrtsort. Pilgerinnen und Pilger
sowie Wallfahrtsgruppen sind weiterhin herzlich willkommen.
Wo kann ich eine Wallfahrt anmelden?
Die Anmeldung von Wallfahrten erfolgt aktuell über die Katholische Pfarrei Heilig Kreuz
Rheingau.
Wer ist mein Ansprechpartner?
Das hängt von Ihrem Anliegen ab:
Gottesdienste, Wallfahrten und kirchliche Fragen: Katholische Pfarrei Heilig Kreuz
Rheingau:
Katholische Pfarrei Heilig Kreuz Rheingau
Zollstraße 8
65366 Geisenheim
Tel. 06722 – 750 740
E-Mail:
Mitgliedschaft, Spenden und Förderverein: Verein der Freunde und Förderer des
Wallfahrtsortes Marienthal im Rheingau e.V.
Gerüchteküche brodelt
Kloster wurde nicht an Hotelbetrieb verkauft
Im August werden die Franziskaner nach über 150 Jahren das Kloster verlassen. Seit bekanntwerden dieser Entwicklung gab es mehrere Spekulationen zur Zukunft des Wallfahrtsortes.
Ein aktueller Artikel im Online-Portal op-online.de, das zur Mediengruppe der Offenbach Post gehört, hat die Rheingauer erneut aufgeschreckt. Darin wurde in einem Bericht über die Urberacher Katholische Frauengemeinschaft (Autorin Christine Ziesecke), die in der Vergangenheit regelmäßig den Wallfahrtsort Marienthal besuchte, das Gerücht verbreitet, dass der dem Kloster „gegenüberliegende Hotelkomplex“ das Gelände erstanden habe.
Das besagte Hotel gegenüber des Klosters, deren Eigentümer gerade auch den Mitgliedern des Fördervereins bestens bekannt sind, weiß nichts von einem Kauf. Es handelt sich um eine pure Erfindung auf der Basis von Gerüchten.
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