Die beiden Vinzentiner Pater Martin (l.) und Pater Matthew (r.) besuchten am 8. September den Wallfahrtsort Marienthal und damit ihre neue Wirkungsstätte.

Zu Besuch an Kirchweih

Zufallsbegegnung mit zwei Vinzentiner-Patres

Man könnte es durchaus als gutes Omen werten, dass ausgerechnet am Tag der Kirchweih der Wallfahrtskirche Marienthal zwei Vinzentiner auf der Durchreise von Siegburg nach Berlin dem Wallfahrtsort am Dienstag dieser Woche einen Besuch abstatteten. Denn am 8. September 1330 war die Kirche von Bischof Balduin zu Trier erstmals geweiht worden. Aber auch zur Neueinweihung nach dem Wiederaufbau hat man den 8. September 1858 zur Wiedereinweihung gewählt. Denn es ist der Festtag „Mariä Geburt“.


Dieses Fest entstand aus dem Weihefest der Kirche der Gottesmutter in Jerusalem (heute Kirche der hl. Anna). Wegen der heilsgeschichtlichen Rolle der Mutter Jesu feiert die Kirche auch ihr Geburtsfest wie das des Herrn selbst und des hl. Johannes des Täufers. Das Fest gehört zu den großen Marienfesten. Welcher Termin könnte also für einen Besuch an einem Marienwallfahrtsort passender sein?
Die beiden Vinzentiner aus Berlin konnten dank einer Führung von Dr. Christopher Klein, Vorsitzender des Fördervereins des Wallfahrtsortes und Organist, der sich zufällig vor Ort befand, ihre neue Wirkungsstätte noch besser kennenlernen. Auch wenn sie zuvor schon den Ort gesehen haben, zeigten sich Pater Martin und Pater Matthew beeindruckt von der Anzahl der Kerzen, die an einem ganz normalen Wochentag von Gläubigen hier angezündet wurden.

Die beiden Patres gehören zu der Vinzentiner-Kongregation (V.C.) mit Sitz in Edappally/Kerala, Indien. Sie wurde im Jahre 1904 durch Pater George Kattarath in Thottakom/Kerala, gegründet. Im Jahre 1968 wurde der Orden von Papst Paul VI zur religiösen Institution des Päpstlichen Rechtes erhoben. 
Die Kongregation bemüht sich im Geist des großen Sozialapostels, des Hl. Vinzenz von Paul, zu leben und zu wirken. Die Aufgaben des Ordens sind u.a.: Verkündigung des Evangeliums durch Exerzitien und Volksmissionen, Ausbildung von Priesteramtskandidaten, Errichtung und Leitung von Schulen für Kinder und Jugend, Erwachsenenbildung, Verbesserung der Situation von Armen und Unterdrückten sowie geistlicher Beistand und seelische Unterstützung der Menschen.
Die Kongregation hat derzeit 502 Priester, die in der ganzen Welt ihren Dienst verrichten. Seit dem 3. Juli 2006 sind die Vinzentiner in der Erzdiözese Berlin im Exerzitienzentrum der Göttlichen Barmherzigkeit tätig. Am 1. Advent dieses Jahres übernehmen sie die  Betreuung des Wallfahrtsortes Marienthal.

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