Pilgersaal

Der Pilgersaal

 

Am Fronleichnamstag, dem 10. Juni 1982, wurden die neu entstandenen Pilgerräume in einer kleinen Feierstunde eingeweiht und offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Mit der Errichtung der neuen Pilgerräume in den ehemaligen Stall- und Scheunengebäuden des Klosters ging ein jahrzehntelanger Wunsch in Erfüllung. Doch der Ruf und der Wunsch nach einer Pilgerhalle war auch damals schon nicht neu. Das beweisen Baupläne aus dem Jahr 1911, wonach die Ökonomiegebäude des Klosters zu Aufenthaltsräumen für die Pilger umgebaut werden sollten.

Für de Pilgersaal wurde am 17. September 1980 der Plan von Architekt Wolf aus Wiesbaden vorgelegt und auch genehmigt mit dem Vermerk, dass die Kosten für den Umbau vom Kloster Marienthal selbst aufgebracht werden müssen. Am 16. März 1981 konnte mit den Umbauarbeiten begonnen werden. Es entstand ein großer Pilgersaal (110 qm), der für 150 Personen Platz bietet, und ein geräumiger Tagungsraum (61 qm) für zirka 60 Personen. Beide Räume konnten durch eine Faltwand miteinander verbunden werden. Zudem wurde für Gruppen, die sich selbst verpflegen wollen, ein Küche mit Abstellraum eingerichtet. Im Frühjahr 1982 wurden im Dachgeschoss des ehemaligen Stallgebäudes noch einige Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen: drei Schlafräume mit 12 Etagenbetten und 4 Einzelbetten und zwei Waschräume mit WC. Wie groß der Bedarf für solche Räumlichkeiten in Marienthal war, zeigt sich daran, dass bereits in der kurzen Zeit nach der Fertigstellung mehrere Pilger- und Gemeindegruppen die Räume nutzten. Heute ist die Einrichtung praktisch an allen Wochenenden und darüber hinaus im Sommer ausgebucht. Dazu trägt auch das sonntägliche „Kloster-Café“ mit seinem Angebot bei. Finanziert wurde der Umbau zum größten Teil durch Spenden von Pilgern und Freunden und Gönnern (darunter die Firma Oetker) Marienthals, ferner durch eine Baubeihilfe der Diözesen Limburg und Mainz. Im Laufe der achtziger Jahre wurden diverse Ergänzungen bzw. Veränderungen vorgenommen. So wurde während des Sommers 1986 eine neue Wärmedämmung, eine neuer Fußboden und eine neue Beleuchtung eingebaut. Die Heizung wurde an die Zentralheizung des Klosters angeschlossen. Auf der Südseite des Saales wurde die Faltwand zwischen Kaminzimmer und Pilgersaal entfernt und eine Theke mit Koch- und Spülgelegenheit eingebaut. So wurden der Pilgersaal und das Kaminzimmer mit eigenen Küchen unabhängig voneinander benutzbar. Neben dem Pilgersaal zum Wald hin entstand später in Eigenleistung durch den Freundeskreis Marienthal dann noch der sog. Meditationsraum, der als kleinerer Versammlungsraum für Gebet und Gottesdienst in kleinen Gruppen dient

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.