Sieben Freuden
Im Jahr 2007 ging man in Marienthal eine schon länger in der Diskussion stehende Idee an. Man kam zur Ansicht, auf dem Gelände die Stationen der Sieben Freuden Mariens aufzustellen. Denn zu den Sieben Schmerzen Mariens in der Franziskanischen sowie der Marienthaler Tradition gehören auch die Sieben Freuden Mariens. Aus demselben Empfinden heraus hatte vor Jahr zehnten Pater Lambert den 14 Leidensstationen des Kreuzweges die fünfzehnte Auferstehungsstation mit dem filigranen Mosaikbild angefügt.
Nach einem längeren Auswahlprozess wurde schließlich die Benediktinerin Sr. Christophora Janssen, eine renommierte Künstlerin von der Abtei St. Hildegard in Eibingen, beauftragt, die Bilder in ihrer Keramikwerkstatt zu fertigen. Am 17. Juni 2008 fand die Einweihung der Stationen zu den Sieben Freuden Mariens statt. Die Stationen befinden sich in der Mitte des Wallfahrtsgeländes hinter dem Pilgerplatz, zwischen Franziskusgärtchen und der Statue des hl. Antonius. Sie sind eingebaut und umrahmt von einem wunder schönen Platz mit Springbrunnen, kleinen Wegen und Bänken, ein besonderer Anziehungspunkt für alle Pilger, Wanderer und Erholungsuchende. Gestiftet wurden die Stationen vom Ehepaar Schnorrenberger aus Mainz und erbaut unter fleißiger und ehren amtlicher Mitarbeit vom Freundeskreis Marienthal.
In 2013 entstand auf Initiative des Franziskanischen Sing- und Gebetskreises auf dem Platz der Sieben Freuden Mariens eine kleine Gedenkstätte für die Ungeborenen Kinder: Eine Schutzmantelmadonna von Sr. Christophora gefertigt und ein Stein mit der Aufschrift: „Seine Engel schauen immerfort das Antlitz meines himmlischen Vaters“.
Zu Beginn des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit 2016 öffnete Papst Franziskus dem Brauch gemäß die Heilige Pforte im Petersdom. In diesem Jahre erhielten aber erstmals auch weltweit alle Bistümer das Privileg, in ausgewählten Kirchen Heilige Pforten einzurichten. Dies wurde in zahlreichen Bischofs-, Wallfahrts- und Klosterkirchen umgesetzt, so auch in Marienthal. Im Rahmen dieses Ereignisses entstand direkt neben den „Sieben-Freuden-Mariens“ noch ein Bildstock mit dem Bildnis des Barmherzigen Jesus, wie es der Hl. Faustina offenbart wurde. Die Arbeiten wurden unter Leitung von Bernhard Franz vom Freundeskreis ausgeführt.
