Gerüchteküche brodelt
Kloster wurde nicht an Hotelbetrieb verkauft
Im August werden die Franziskaner nach über 150 Jahren das Kloster verlassen. Seit bekanntwerden dieser Entwicklung gab es mehrere Spekulationen zur Zukunft des Wallfahrtsortes.
Ein aktueller Artikel im Online-Portal op-online.de, das zur Mediengruppe der Offenbach Post gehört, hat die Rheingauer erneut aufgeschreckt. Darin wurde in einem Bericht über die Urberacher Katholische Frauengemeinschaft (Autorin Christine Ziesecke), die in der Vergangenheit regelmäßig den Wallfahrtsort Marienthal besuchte, das Gerücht verbreitet, dass der dem Kloster „gegenüberliegende Hotelkomplex“ das Gelände erstanden habe.
Das besagte Hotel gegenüber des Klosters, deren Eigentümer gerade auch den Mitgliedern des Fördervereins bestens bekannt sind, weiß nichts von einem Kauf. Es handelt sich um eine pure Erfindung auf der Basis von Gerüchten.
Auch die weitere Einlassung in dem Artikel, dass die bei der Urberacher Katholischen Frauengemeinschaft (KFG) sehr beliebte Pilgerfahrt alljährlich am 15. August, anlässlich des Hochfestes „Maria Himmelfahrt“, in der „bisherigen Form nicht weiter erhalten werden kann…" ist falsch und kann seitens des Wallfahrtsortes nicht bestätigt werden. Denn Anmeldungen von Wallfahrern bzw. Gruppen sind weiterhin jederzeit möglich!
Ob die Urberacher KFG selbst in der Lage ist, die Wallfahrt zu veranstalten, können die Pfarrgemeinde Geisenheim und der Förderverein, die sich beide um den Erhalt des Wallfahrtsortes bemühen, nicht beurteilen. Von Marienthal aus ergehe prinzipiell an alle eine herzliche Einladung, erklärt Dr. Christopher Klein, Erster Vorsitzender des Fördervereins.
„Uns, dem Förderverein, ist schleierhaft, wie derartiger Unsinn verbreitet werden kann“, so Dr. Klein. Er verweist stattdessen alle Menschen, denen der Ort am Herzen liegt, auf die Homepage "www.marienthal-rheingau.de" oder ggf. die Homepage des Bistums Limburg, um sich zu informieren.
Dort findet man Nachrichten immer aus erster Hand zum aktuellen Stand der Dinge.
Zum Erhalt des Wallfahrtsortes kann im übrigen jeder durch eine Mitgliedschaft im Förderverein etwas beitragen.





